Badsanierung mit Vorwandinstallation

Vorwandinstallation im Bad

Diejenigen, die ihr Badezimmer einer umfassenden Renovierung unterziehen möchten und dabei auch gleich die Abwasser- und Trinkwasserrohre ästhetisch verbergen möchten, sollten dazu eine Vorwandinstallation nutzen.

Eine solche Installation können geübte Hobbyheimwerker dabei auch ohne Probleme in Eigenregie umsetzen. Wie das im Detail funktioniert, zeigt der folgende Beitrag.

Die Vorbereitung

Wie bei jeglichen größeren Heimwerker-Projekten auch, kann selbstverständlich auch bei der Vorwandinstallation im Badezimmer nicht auf eine sorgfältige Planung verzichtet werden. Um die Installation vorzunehmen, sollte im Vorfeld bereits eine exakte Vorstellung darüber bestehen, wie das zukünftige Bad aussehen soll.

Von besonderer Bedeutung ist in diesem Zusammenhang die Positionierung der Sanitärobjekte, wie Badewanne, Waschbecken, Dusche, Bidet und WC. Sinnvoll ist es somit, im ersten Schritt einen exakten Grundrissplan zu erstellen, der sämtliche Sanitärobjekte umfasst. So lässt sich besonders einfach ausrechnen, welche Länge die Schienen aufweisen müssen, welche Elemente benötigt werden und welche Anzahl an Hilfsträgern einzuplanen sind. Daneben ist eine grobe Ermittlung der Länge der Ab- und Zuwasserleitungen nötig.

Befestigung der Vorwandgerüste

Die Vorwandgerüste sind bereits vorgefertigt erhältlich. Mithilfe von Dübeln erfolgt ihre Befestigung an dem Fußboden und der Wand. Durch die Fußboden- und Wandschienen ist es möglich, die einzelnen Sanitärobjekte sowohl in ihrer Höhe als auch zur Seite zu verschieben.

Zuschnitt und Befestigung der Schienen

Die Verlegung der jeweiligen Rohrleitungen erfolgt zwischen den Schienen. Der dabei entstehende Zwischenraum ist mit Mineralwolle auszufüllen, die sich als brandfest und feuchtigkeitsresistent zeigt. Diese dient der Schalldämmung.

Mithilfe einer Metallsäge sind die Schienen auf die benötigte Länge zu kürzen, danach werden sie mit Dübeln an Wand und Boden befestigt. Abhängig von dem jeweiligen Untergrund ist dabei darauf zu achten, dass die passenden Dübel gewählt werden, um sicherzustellen, dass sich die Konstruktion als stabil und sicher zeigt. Sinnvoll ist etwa auch der Einsatz von Blechschrauben, welche sich durch die Schienen problemlos bohren lassen.

Einsetzen der vorgefertigten Module

Nun erfolgt der Einsatz der vorgefertigten Module für die jeweiligen Sanitärobjekte an den gewünschten Stellen. Befestigt werden diese im Anschluss mit den Hammerkopfschrauben, die in der Regel im Lieferumfang enthalten sind.

Auf den Modulen sind Höhenmarkierungen zu finden, durch die sichergestellt wird, dass die Montage auf der richtigen Höhe stattfindet. Das Modul ist dann entsprechend anzubringen und mithilfe einer Wasserwaage wird überprüft, ob es korrekt ausgerichtet ist.

Sollte sich die Wand selbst als nicht vollkommen gerade zeigen, stellt dies kein Problem dar, denn die zu verwendenden Befestigungswinkel lassen sich flexibel in ihrer Tiefe einstellen, sodass ein Ausgleich von unebenen Wänden ganz einfach möglich ist.

Zuschnitt und Anbringung der Gipsplatten

Im nächsten Arbeitsschritt erfolgt die Verkleidung durch Gipsplatten. Dafür sind die Aussparungen, welche für die Anschlüsse nötig sind, auf die Gipsplatten aufzuzeichnen und im Anschluss entsprechend auszuschneiden. Dabei kommt es in hohem Maße auf ein exaktes Arbeiten an. Da sich Gipsplatten überaus gut eignen, um im Nachgang Fliesen auf diesen zu verlegen, ist ein zusätzliches Verputzen nicht zwingend notwendig.

Mithilfe von selbstbohrenden Schnellschrauben erfolgt die Montage der Gipsplatten. Maximal überbrückt werden kann dabei ein Zwischenraum von 60 Zentimetern. So wird sichergestellt, dass die Vorwand noch immer die nötige Stabilität aufweist. Falls die Zwischenräume größer ausfallen sollten, muss das Vorwandgerüst mit einem zusätzlichen Hilfsträger versehen werden.

Auftrag des Tiefengrunds

Der letzte Schritt besteht darin, eine Behandlung der Platten aus Gipskarton mit einem lösemittelfreien Tiefengrund vorzunehmen.

Aufgetragen wird dieser entweder mit einem Quast oder einem Pinsel. So wird ein optimaler Halt gewährleistet, wenn anschließend Fliesen oder Putz angebracht werden.

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