Einfaches Waschbecken wird gereinigt

Risse und Sprünge im Waschbecken reparieren: So geht’s

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Das heimische Badezimmer stellt im Idealfall eine tolle Ruheoase dar, die zum Verweilen und Entspannen einlädt. Daher ist der Ärger natürlich groß, wenn die Harmonie im Badezimmer durch einen unschönen Anblick, wie einen Kratzer oder einen Riss im Waschbecken, getrübt wird.

Jedoch ist es nicht zwingend erforderlich, das Waschbecken bei einer Beschädigung gleich vollständig auszutauschen. Denn eine Reparatur des Waschbeckens ist bei Sprüngen oder Kratzern grundsätzlich ohne großen Aufwand auch in Eigenregie zu bewältigen. Was dabei beachtet werden muss und wie Schritt für Schritt vorgegangen wird, erklärt der folgende Beitrag.

Die verschiedenen Reparaturmöglichkeiten

Schäden am Waschbecken können sich überaus unterschiedlich gestalten. In einigen Fällen handelt es sich lediglich um ein paar oberflächliche Kratzer, die sich durch eine gründliche Reinigung und einer anschließenden Politur einfach beseitigen lassen.

Handelt es sich um tiefergehende Macken, welche die oberste Schicht des Waschbeckens betreffen, ist ein Lackstift nötig. Jedoch ist es dabei nicht immer einfach, den exakten Farbton zu treffen. Die Methode gelingt besonders gut, wenn es um die Reparatur eines Emaille-Waschbeckens geht. Bei der Anwendung muss darauf geachtet werden, dass der Untergrund wirklich sauber ist und dem Lack ausreichend Zeit gegeben wird, um vollständig auszuhärten. Somit ist es notwendig, rund 24 Stunden auf die Benutzung des Waschbeckens zu verzichten. Ein einheitliches Erscheinungsbild wird dann im Anschluss durch eine Politur geschaffen. Die Politur muss dabei stets passend zu dem Waschbeckenmaterial
gewählt werden. Die Poliermasse ist mit wenig Druck und äußerst sparsam in kreisenden Bewegungen aufzutragen.

Weist das Waschbecken einen großen Sprung oder ein tiefes Loch auf, gestaltet sich die Reparatur des Waschbeckens durchaus aufwendiger. Dann kommen spezielle Reparatur-Sets zum Einsatz, welche auch tiefgehende Sprünge und Risse ausbessern können.

Wann der Austausch des Waschbeckens erforderlich wird

Der Waschbeckenaustausch geht oft mit einer vollständigen Sanierung des Badezimmers einher. Das alte Waschbecken kann schließlich in einigen Fällen selbst durch einen Fachmann nicht mehr instandgesetzt werden.

Zieht sich durch das gesamte Waschbecken ein tiefer Riss, stehen die Chancen schlecht, dass sich dieser durch eine Behandlung der Oberfläche vollkommen versiegeln lässt. Gestalten sich die Kosten für die Reparatur des Waschbeckens nahezu so hoch, wie die für eine Neuanschaffung, stellt diese selbstverständlich ohnehin die bessere Alternative dar.

Beschädigte Waschbecken – Zahlt die Versicherung?

Mieter, die eine private Haftpflichtversicherung besitzen, können im Falle beschädigten Inventars in ihrer Wohnung in der Regel auf diese zurückgreifen. Allerdings wird durch die Versicherung in den meisten Fällen lediglich der Zeitwert des Gegenstandes ersetzt. Auch der Austausch muss von dem Versicherungsnehmer in der Regel selbst bezahlt werden, sodass die Inanspruchnahme der Versicherung bei einem beschädigten Waschbecken häufig kaum
lohnenswert ist.

Eigenheimbesitzer müssen den Schaden grundsätzlich selbst tragen, da weder die Hausrat- noch die Wohngebäudeversicherung in diesem Fall zuständig ist.

Waschbeckenreparatur – So funktioniert sie

Im Handel ist für die Reparatur von gerissenen oder beschädigten Waschbecken aus Keramik spezielle Spachtelmasse erhältlich. Diese ist auch Teil praktischer Reparatur-Sets, die ebenfalls einen Härter umfassen. Der Härter muss mit der Spachtelmasse vermischt und auf den Bereich des Waschbeckens aufgetragen werden, der zu reparieren ist.

Jedoch ist die aufgetragene Masse nach der Reparatur auf der Oberfläche natürlich deutlich sichtbar. Daher müssen im Anschluss ein Abschleifen und ein Anstrich mit speziellem Lack erfolgen.

Die Arbeitsschritte der Reparatur des Waschbeckens gestalten sich in der Regel folgendermaßen:

  • Oberfläche vorbereiten
  • Spachtelmasse mischen und Oberfläche abschleifen
  • Spachtelmasse auftragen und Reparatur schleifen
  • Lackfarbe für ein einheitliches Erscheinungsbild
    auftragen

Generell gestaltet sich die Reparatur eines beschädigten oder gerissenen Waschbeckens nicht sonderlich schwierig. Wichtig ist jedoch immer, die jeweiligen Herstellerangaben des Reparatur-Sets zu beachten. Als Zeitrahmen für die Waschbeckenreparatur sollten zwischen zwei und vier Stunden eingeplant werden.

Benötigt werden ein Keramik-Reparaturset, ein Schwamm, ein entfettendes Reinigungsmittel oder, falls kein Set genutzt wird, ein Schaumstoff-Farbroller, Lackfarbe, Schutzfolie und Klebeband, Lappen, Spachtelmasse, feines Schleifpapier und Spachtel. Darüber hinaus ist auf eine Schutzbrille, Atemschutzmaske, Schutzhandschuhe und entsprechende Arbeitskleidung für die Schleifarbeiten nicht zu verzichten.

Die Schritt-für-Schritt-Anleitung

Im ersten Schritt ist es nötig, die Keramikoberfläche des Waschbeckens vollständig zu säubern. Die Oberfläche muss dafür mit einem geeigneten Reinigungsmittel und einem Schwamm gereinigt werden, bis diese vollkommen fettfrei und sauber ist. Idealerweise wird dieser Vorgang mehrmals wiederholt, da der Erfolg der Reparatur von dieser wichtigen Vorbereitung in hohem Maße abhängt.

Danach folgt das Abschleifen des Waschbeckens. Um den Sprung oder den Riss herum wird die Waschbeckenoberfläche somit mit Schleifpapier bearbeitet. Die zu reparierende Stelle muss dabei besonders gründlich berücksichtigt werden. Um jegliche Staubpartikel von der Oberfläche zu entfernen, folgt dann eine erneute Reinigung der Oberfläche.

Um die Spachtelmasse vorzubereiten, müssen die beiden Komponenten so vermischt werden, wie es die jeweiligen Herstellerangaben vorgeben. Vermengt werden die beiden Bestandteile dann mit einem Spachtel. Die Masse muss in der Regel direkt nach dem Anmischen aufgetragen werden, da das Aushärten sehr schnell einsetzt. Auch dabei sind jedoch stets die entsprechenden Herstellerangaben zu beachten.

Mithilfe des Spachtels wird die Masse nun auf den Riss und eventuelle weitere kleinere Kratzer aufgetragen, die auszubessern sind. Gemäß den Herstellervorgaben wird die Masse dann trocknen gelassen. Ist diese vollständig ausgehärtet, werden die betroffenen Stellen mithilfe des Schleifpapiers glattgeschliffen.

In der Regel unterscheidet sich die Füllmasse ein wenig von der Farbnuance der Waschbeckenoberfläche. Daher ist es eventuell nötig, das Waschbecken im letzten Schritt mit einem speziellen Farblack zu streichen. Einige Lacke sind auch in Form praktischer Sprays erhältlich, die lediglich auf die Reparaturstelle aufgesprüht werden müssen. Nachdem die Farbe vollständig getrocknet ist, kann das Waschbecken wieder wie gewohnt genutzt werden.

Abb.: Matilda Wormwood/pixabay.com