Modernes Bad mit Dusche

Montage einer Duschrückwand

Eine Duschrückwand besteht in einer durchgängigen Platte, welche an den Wänden der Dusche, beispielsweise auf vorhandenen Fliesen, durch Kleber befestigt wird. Die Duschwände sind dabei in zahlreichen unterschiedlichen Materialien erhältlich, wie etwa in Glas, Acryl, Aluverbund oder Mineralwerkstoffen. Ihre Oberfläche gestaltet sich kratzfest und wasserabweisend, daneben zeichnen sie sich durch eine überaus hohe Langlebigkeit aus. Im Handel werden die Duschrückwände in vielfältigen Designs angeboten, ob mit Fotomotiven, der Optik von Naturstein oder als einfarbige Varianten, sodass diese nach dem ganz persönlichen Geschmack ausgesucht werden können.

Für die Installation einer Duschrückwand ist grundsätzlich kein spezielles Werkzeug nötig. Die Rückwand muss lediglich passend zugeschnitten und die benötigen Armaturenlöcher gebohrt werden. Im Anschluss wird abdichtendes Sanitärsilikon und doppelseitiges Klebeband genutzt, um die Duschrückwand auf dem jeweiligen Untergrund zu montieren.

Besonders für offene Duschen sind die Duschrückwände überaus gut geeignet, vor allem, wenn diese aus Glas bestehen. Ist bereits eine verbaute Duschkabine vorhanden, können sich das Zuschneiden und die Montage aufgrund der beengten Plattverhältnis jedoch als ein wenig umständlich erweisen.

Der folgende Artikel liefert jedoch eine einfache Schritt-für-Schritt Anleitung, um die neuen Duschrückwände problemlos anbringen zu können.

Schritt-für-Schritt Anleitung: Duschrückwand montieren

Die Vorbereitungen

Im Bereich der vorhandenen Dusche müssen im ersten Schritt die Duschhalterung und die Armaturen abgenommen werden, damit die Wand einer vollständig freien Fläche entspricht.

Damit die Duschrückwand auf das benötigte Maß gebracht werden kann, wird die Breite des Fliesenspiegels ausgemessen. Die Breite der Abschlussschienen muss von diesem Maß subtrahiert werden. Wie hoch die Rückwand ausfällt, ist allerdings exakt von der Höhe des jeweiligen Untergrundes abhängig.

Sinnvoll ist es, die genauen Abmessungen in eine Zeichnung einzutragen, um während der Anbringung der Duschrückwand stets den Überblick behalten zu können.

Das Zuschneiden

Um den passenden Zuschnitt der Duschrückwand vornehmen zu können, muss diese auf eine Unterlage gelegt werden. Im ersten Schritt wird dann das exakte Längenmaß markiert und unter Nutzung einer Führungsschiene gerade und präzise angezeichnet. An der Kreissäge ist die entsprechende Schnitttiefe einzustellen, bevor der Überstand vorsichtig abgetrennt wird. Auf eine Schutzbrille und einen Gehörschutz sollte bei diesem Arbeitsschritt nicht verzichtet werden.

Geht es darum, die Breite zuzuschneiden, wird auf die gleiche Weise vorgegangen. Die Schnittstellen sind dann mit feinem Schleifpapier zu entgraten. Danach kann ein Probe-Ansetzen der Duschrückwand erfolgen. Sollten alle Maße passend sein, müssen lediglich noch die Ausmessungen für die Befestigung der Duscharmatur und der Wasserzuläufe vorgenommen werden.

Das Sägen der Aussparungen

Die exakten Positionen der Armaturen und der Wasserzuläufe werden zunächst in die Zeichnung integriert, bevor sie auf die Duschrückwand übertragen werden. Besser ist es dabei, mehrmals nachzumessen, um zu verhindern, dass die Aussparungen falsch gesägt werden.

Idealerweise wird für das Ausschneiden selbst eine Lochsäge genutzt als Alternative ist jedoch auch die Verwendung einer Stichsäge möglich. Nun muss an den Markierungen begonnen und die Löcher gleichmäßig in die Platte gesägt werden. Danach wird die Platte eingesetzt und so getestet, ob die Markierungen an den korrekten Positionen vorgenommen wurden.

Bevor die Duschrückwand festmontiert werden kann, fehlen nun lediglich noch die entsprechenden Seitenleisten. Eventuell müssen diese ebenfalls noch auf ein individuelles Maß zurechtgeschnitten werden. Dafür sind die Leisten lediglich auszumessen und in einer Gehrungslade zu platzieren. Für ihren Zuschnitt wird dann eine Metallsäge genutzt.

Die Vorbereitung der Rückseite

Im nächsten Arbeitsschritt wird die Folie, die sich noch auf der Rückseite der Duschrückwand befindet, abgezogen. Danach ist die Fläche mithilfe von Schleifpapier leicht anzurauen, um sicherzustellen, dass der Kleber bestmöglich an dieser haftet. Außerdem ist die Rückwand sorgfältig von Fett und Staub zu befreien.

Anschließend wird das doppelseitige Klebeband auf der Rückseite der Duschrückwand angebracht und das Sanitärsilikon großzügig aufgetragen. Besonders wichtig ist dabei, die Kanten der Ausschnitte und Löcher nicht zu vernachlässigen, damit die Duschrückwand komplett abgedichtet auf den Fliesen haftet und kein Eintritt von Duschwasser zu befürchten ist. Die Schicht aus Silikon wird daneben auch auf die Seitenleisten aufgetragen, bevor die Platte angeklebt wird.

Die Anbringung der Duschrückwand

Für die finale Montage der Duschwand wird die Platte an der unteren Kante angesetzt und Stück für Stück über die Wandanschlüsse gleiten gelassen. Danach folgt ein sorgfältiges Festdrücken, damit die Rückwand wirklich fest auf dem Untergrund haftet.

Dieser Arbeitsschritt sollte bereits beim ersten Versuch gelingen, da das Lösen der Platte, nachdem diese erst einmal an die Wand gedrückt wurde, nur sehr schwer möglich ist. Befindet sich die Rückwand an der richtigen Position, folgt das Anschrauben der Halterungen für die Duschstange und der Rosetten.

Das Ausmessen und Zuschneiden der zweiten Platte

Sollte noch eine zweite Duschrückwand angebracht werden, ist sich nun der zweiten Platte zuzuwenden. Diese kann nun perfekt an die bereits vorhandene Rückwand angepasst werden. Es ist dabei allerdings nötig, das Duschgefälle auf die Platte zu übertragen. Dafür wird diese bündig an die Wand geschoben, sodass das Gefälle erkannt werden kann. Als Konturschablone kann dabei ein Zollstock verwendet werden.

Im nächsten Schritt wird auch die zweite Platte auf eine Unterlage gelegt und entsprechend der vorgenommenen Markierung zugeschnitten. Im Anschluss wird eine Überprüfung durchgeführt, ob der jeweilige Zuschnitt passt. Ist dies nicht der Fall, wird der Konturschnitt einfach wiederholt, schließlich ist die Platte an ihrem oberen Ende noch ausreichend lang, um diese Änderungen durchzuführen. Sobald der korrekte Gefälle-Zuschnitt vorgenommen wurde, geht es an das Zurechtschneiden der passenden Höhe.

Das weitere Vorgehen entspricht dem der ersten Duschrückwand. Auf die gesamte Länge wird das Zuschnitt-Maß übertragen und die Markierung des Abstandes zwischen den Führungsschienen vorgenommen. Danach folgt die Anbringung der Schraubzwingen und das passende Absägen der Duschrückwand. In der Breite muss anschließend noch der kleine Überstand entfernt werden.

Das Bohren der Armaturen und Kleben der Rückwand

Um die exakte Lage zu der jeweiligen Befestigung der Glasabtrennung messen zu können, sollte ein Winkel genutzt werden. Gemessen wird der Abstand des Bohrloches dann sowohl von der Seite als auch von oben. Die Maße werden im Anschluss auf die Platte übertragen. Mithilfe eines Akkuschraubers sind dann die entsprechenden Löcher zu bohren. Handelt es sich um eine Duschrückwand aus Kunststoff, sollte idealerweise ein Metallbohrer verwendet werden.

Nun geht es wieder daran, die vorhandene Schutzfolie von der Rückseite der Duschrückwand zu entfernen, die Fläche mithilfe von feinem Schleifpapier anzurauen, sie zu säubern und das Klebeband anzubringen. Im Anschluss folgt der großzügige Silikonauftrag und das Ankleben der Eckleisten. Im nächsten Schritt wird die zweite Duschrückwand auf den Untergrund angebracht, indem sie in die Eckleiste erst vorsichtig gedrückt und von dort ausgehend an die restliche Wand geklebt wird.

Das Abdichten und die Feinarbeit

Nun wird die Halterung der Glasduschwand wieder in das vorgesehene Loch geschraubt. Danach folgt das Anbringen der Stange, die dann mithilfe eines Sechskantschlüssel festgezogen wird. Die Mischbatterie wird montiert und die Duscharmatur eingeschraubt.

Der letzte Schritt der Montage der Duschrückwand besteht darin, die Abdichtung der Kanten mithilfe von Silikon vorzunehmen. Dazu muss eine ausreichende Menge Silikon auf diese aufgetragen und ein wenig Glättemittel aufgesprüht werden. Im Anschluss wird die Naht mit einem Fugenabzieher gesäubert. Eventuelle Rückstände des Silikons sind im Nachgang zu entfernen.

Die nächste Dusche sollte erst erfolgen, wenn die vollständige Trocknung des Silikons abgeschlossen ist.

Abb.: Max Vakhtbovych/pexels.com