Weiße Corian Waschtischplatte inkl. Waschbecken an dunkler Wand montiert

Badezimmer streichen – Worauf gilt es zu achten

Diejenigen, die eine Alternative zu den klassischen Fliesen an den Wänden ihres Badezimmers suchen, sind mit gestrichenen Wänden gut beraten. Jedoch kommt es in Feuchträumen in hohem Maße darauf an, die passende Farbe zu wählen, damit durch diese der Entstehung von Wasserflecken und Schimmelbefall bereits effektiv vorgebeugt werden kann.

Für das Streichen des Badezimmers sollten abhängig von seiner Größe rund eine bis zwei Stunden eingeplant werden. Die benötigten Werkzeuge und Materialien bestehen – je nach den individuellen Gegebenheiten – in Fliesengrundierung, Fliesenlack, Feuchtraumfarbe, Walze und Flachpinsel.

Worauf generell zu achten ist, wenn es um das Streichen des Badezimmers geht und welches Vorgehen zu empfehlen ist, zeigt der folgende Beitrag.

Die richtige Wandfarbe für Feuchträume

Langweilige weiße Fliesen im Badezimmer müssen heutzutage nicht mehr sein – es stehen daneben nämlich zahlreiche Gestaltungsideen für das Bad zur Verfügung, die spielend einfach umgesetzt werden können, egal, ob mit Natursteinen, Fliesen oder eben gestrichenen Wänden. Die letztere Alternative zeichnet sich dabei durch besonders viele abwechslungsreiche Möglichkeiten aus.

Geht es um eine Wandfarbe für das Badezimmer, stellt Blau auch heute noch den unangefochtenen Klassiker dar, da mit dieser Farbe direkt Assoziationen mit dem Meer geweckt werden. Verstärkt werden kann diese Verbindung zusätzlich durch eine Dekoration im maritimen Stil. Allerdings sind auch Grün- und Erdtöne hervorragend für die Gestaltung der Wände im Badezimmer geeignet, da diese entspannend und beruhigend wirken. Diejenigen, die ihrem Badezimmer einen moderneren Touch verleihen möchten, sind mit der Farbe Grau gut beraten. Fällt die Größe des Badezimmers sehr klein aus und muss vielleicht auch auf ein Fenster verzichtet werden, sollten grundsätzlich helle Wandfarben oder eben klassisches Weiß gewählt werden. In großen, lichtdurchfluteten Badezimmern werden durch Akzente oder einzelne Wände in dunkleren Nuancen jedoch durchaus spannende Kontraste geschaffen.

Allerdings ist nicht nur der persönliche Geschmack entscheidend, wenn es um die Farbauswahl für die heimische Wellness-Oase geht. Unabhängig davon, welche Nuance gewählt wird, müssen durch die Wandfarbe auch spezifische Anforderungen erfüllt werden. Die herkömmliche Dispersionsfarbe ist nämlich nicht in der Lage, den häufig wechselnden Temperaturen und der hohen Feuchtigkeit in der Badezimmerluft langfristig standzuhalten.

Geeignet sind dagegen jedoch die sogenannten Silikatfarben, die speziell für die Verwendung in Feuchträumen vorgesehen sind. Diese weisen eine höhere Atmungsaktivität auf und können der Bildung von Schimmel wirkungsvoll vorbeugen. Daneben können sie auch abgeschrubbt werden, ohne, dass sie Schaden nehmen. Beim Duschen muss sich somit niemand sorgen, wenn die Wände mit Wasserspritzern in Kontakt kommen.

Das Streichen der Badezimmerwände

Die Vorbereitung

Vor dem Streichen des Badezimmers ist sicherzustellen, dass der Untergrund trocken, sauber, tragfähig und außerdem fettfrei ist. Sind noch kreidende Rückstände oder Leimfarbe auf dem Untergrund vorhanden, sind diese im ersten Schritt abzuwaschen. Handelt es sich um einen saugenden oder sandenden Untergrund, ist eine Verfestigung von diesem mithilfe von spezieller Grundierung möglich.

Für das Abkleben sollte stets auf Malerkrepp in einer hohen Qualität zurückgegriffen werden, außerdem ist auch nicht darauf zu verzichten, die Möbel und Sanitäranlagen sorgfältig abzudecken.

Das Streichen

Dafür, wie die Farbe dann letztendlich auf die Wand des Badezimmers aufgebracht wird, stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, beispielsweise das Spritzen, das Rollen oder eben das Streichen.

Im ersten Schritt sind stets die Kanten, Ecken und Stellen zu streichen, die schwer erreichbar sind. Gut geeignet ist dafür eine kleine Rolle oder ein Heizkörperpinsel. Im Anschluss ist die Farbrolle leicht anzufeuchten und bis zu ihrer Hälfte in die Farbe einzutauchen. Dann folgt ein sorgfältiges Rollen an der Wand, wobei im Kreuzgang vorgegangen wird. Das bedeutet, dass die Rolle erst von oben nach unten gleichmäßig in zwei bis drei Bahnen geführt wird, danach wird sie quer verteilt. Im letzten Schritt wird von oben nach unten noch einmal leicht abgerollt.

Damit keine erkennbaren Ansätze entstehen, ist es empfehlenswert, keine Unterbrechung bei dem Auftrag der Farbe auf einer zusammenhängenden Fläche vorzunehmen. Falls zwischendurch pausiert werden soll, sind die Rolle oder der Pinsel fest mit Plastikfolie einzuwickeln, um zu verhindern, dass die Utensilien eintrocknen beziehungsweise die Farbe auf diesen aushärtet.

Das Aufräumen und Trocknen

Sobald das Streichen beendet wurde, müssen die Arbeitsutensilien noch sorgfältig gesäubert und getrocknet werden. Dafür wird lediglich warmes Wasser verwendet. Das Malerkrepp ist zu entfernen, das gleiche gilt für die Abdeckungen der Möbel und weiteren Badezimmereinrichtungen.

Allerdings ist zu berücksichtigen, dass die Trocknungsdauer von Feuchtraumfarbe ein wenig länger als bei herkömmlicher Wandfarbe ausfällt. Idealerweise vergehen so ein bis zwei Tage, bis das Badezimmer wieder ohne Einschränkungen genutzt werden sollte.

Vorhandene Fliesen überstreichen

Sollen im Badezimmer die bereits vorhandenen Fliesen bei der Neugestaltung erhalten bleiben, gibt es auch die Möglichkeit, diese zu streichen. Auf diese Art und Weise können auch Erscheinungen des Alters wunderbar überdeckt werden.

Genutzt wird für das Streichen der Fliesen spezieller Fliesenlack. Bevor dieser auf die Fliesen aufgetragen wird, muss der Untergrund ebenfalls sorgfältig gereinigt werden und eventuell auch mit einer Grundierung behandelt werden.

Foto: spa-ambiente.de