Bad mit Dachschräge

Bad mit Dachschräge – Tipps für die Einrichtung

Nur, weil das Badezimmer in einen Raum mit Schrägen untergebracht wird, bedeutet dies noch lange nicht, dass aus diesem kein gemütliches und einladendes Dachbad gezaubert werden kann. Eine Voraussetzung dafür besteht jedoch in einer sorgfältigen Planung und den passenden Einrichtungsgegenständen.

Was bei der Einrichtung eines Badezimmers mit Dachschräge zu beachten ist und welche Trends in diesem perfekt umgesetzt werden können, zeigt der folgende Beitrag.

Vorüberlegungen und Planung

Natürlich weisen Bäder im Dachgeschoss bestimmte Schwierigkeiten auf. Daher kommt es bei der Planung in hohem Maße darauf an, die individuellen Details zu berücksichtigen – schließlich können Badewanne, Waschtisch und Dusche nicht immer an dem Platz aufgestellt werden, der eigentlich gewünscht wird.

Hinsichtlich der Planung sind so beispielsweise die verschiedenen Raumhöhen zu berücksichtigen. Außerdem sollte nach Vorzügen des Raumes Ausschau gehalten werden, die besonders in Szene gesetzt werden sollen. Vielleicht sind auch Hindernisse, wie Kamine, Dachbalken oder tragende Säulen zu beachten.

Eine gute Idee besteht darin, im ersten Schritt eine maßstabsgetreue Skizze des zukünftigen Dachgeschossbadezimmers anzufertigen, auf der dann unterschiedliche Anordnungsmöglichkeiten ausgetestet werden. So lassen sich leicht ungeahnte Gestaltungs- und Nutzungsmöglichkeiten entdecken.

Den Waschtisch geschickt positionieren

Der Waschplatz stellt einen wesentlichen Faktor für ein praktisches und ästhetisches Badezimmer dar. Dieser umfasst sowohl das Waschbecken als auch die umgebenden Leuchten und den Spiegel beziehungsweise den Spiegelschrank.

Abhängig von den jeweiligen Winkeln und der Höhe der Dachschräge kann der Waschplatz in einigen Fällen durchaus unter dieser geplant werden. Allerdings sollte der Abstand zwischen Decke und Kopf im Stehen noch mindestens 40 Zentimeter betragen.

Um ausreichend Kopffreiheit zu gewährleisten und ausreichend Tageslicht genießen zu können, ist häufig der Platz unter dem Dachfenster für den Waschtisch besonders gut geeignet. Die Blickrichtung sollte dann zum Fenster seitlich ausgerichtet sein. Grundsätzlich sind asymmetrische Waschtische mit seitlichen Abstellflächen oder Armaturen sehr empfehlenswert, um diese unter der Dachschräge zu platzieren.

Die passende Dusche finden

Die volle Raumhöhe sollte im Dachbad definitiv für die Dusche reserviert werden. Die Grundvoraussetzung für diese stellt eine Stehhöhe von 2,30 Meter dar, damit das Waschen der Haare auch problemlos unter der Kopfbrause gelingt.

Empfehlenswert ist es, die Glastüren und Duschwände für das Bad im Dachgeschoss maßanfertigen zu lassen. Dadurch wird gewährleistet, dass die Türen und die seitlichen Wände ideal an die individuellen Gegebenheiten angepasst sind.

Falls sich die Dachschräge zu niedrig gestaltet, kann die Dusche auch in die Mitte des Raumes verlagert werden. Der Boden der Dusche ist grundsätzlich möglichst flach zu planen, damit die Höhe nach oben bestmöglich ausgenutzt werden kann. Duschen, die über Pendeltüren, die nach innen öffnen, verfügen, sind für sehr kleine Bäder besonders ideal geeignet.

Diskrete Positionierung des WCs

Den richtigen Platz für die Toilette zu finden, stellt in einem Badezimmer mit Dachschrägen eine große Herausforderung dar. Schließlich erfordert auch dieser Platz eine gute Stehhöhe von mindestens 1,90 Metern, außerdem sollte er sich möglichst diskret gestalten.

Die Toilette wird heutzutage aus diesem Grund häufig in einen separaten Raum verlagert. Falls das WC jedoch im Hauptbad untergebracht werden muss – oder soll –, ist der Platz unterhalb des Dachfensters dafür empfehlenswert, da schlechte Gerüche so schneller abziehen können und sich auch die Deckenhöhe ein wenig großzügiger gestaltet.

Von der Badewanne in die Sterne blicken

Vor allem die Statik ist dafür ausschlaggebend, ob das Dachbad mit einer Badewanne ausgestattet werden kann. Schließlich muss die darunterliegende Geschossdecke in Zukunft die mit Wasser gefüllte Badewanne tragen können.

Falls die Statik ausreichend ist, stellt die Badewanne einen großen Luxus im Dachbadezimmer dar, schließlich kann von dieser – die richtige Positionierung vorausgesetzt – direkt in den Sternenhimmel geschaut werden. Daneben hat die Badewanne keine großen Ansprüche an die Höhe des Raumes. Die Decke muss lediglich in der Mitte der Badewanne ausreichend hoch sein, damit ein bequemer Ein- und Ausstieg möglich ist.

Falls in der Wanne ebenfalls geduscht werden soll, sind jedoch die bereits erwähnten Höhenvorgaben für die Standdusche zu berücksichtigen.

Stauraum in Nischen und Ecken etablieren

Sind alle Wände durch Spiegel, WC, Waschtisch und Dusche besetzt, gestalten sich die Möglichkeiten für Stauräume im Dachbadezimmer häufig eingeschränkt. Hier gilt es also, kreativ zu werden, besonders, wenn sehr tiefe Dachschrägen vorhanden sind.

Vorwandelemente, Nischen in Wänden und Hohlräume eignen sich beispielsweise ideal, um kleinere Bad-Utensilien, wie Kosmetik oder Handtücher zu verstauen. Für Bäder unter dem Dach sind außerdem Regale, Fächer und niedrige Schränke empfehlenswert. Rollcontainer lassen sich daneben sowohl als Sitzfläche als auch als Stauraum nutzen, außerdem können diese problemlos bei Bedarf verschoben werden.

Unter dem Fenster bilden Sitzbänke sowie maßgefertigte Regale und Schränke eine gute Möglichkeit, um weitere Gegenstände ordentlich zu verstauen.

Wenige Fugen und helle Wandfarben

Die Wandgestaltung in Form von Fliesen und Wandfarbe wirkt sich auf das Ambiente im Badezimmer in hohem Maße aus.

Für Dachschrägen gilt generell, dass diese nicht zu dunkel gestaltet werden sollten, da die Decke durch die dunklen Farbnuancen optisch nach unten gedrückt wird. Das Bad wird dagegen durch helle Blau- und Grautöne sowie Farbtöne wie Creme und Weiß optisch geöffnet, sodass es wesentlich größer wirkt.

Hinsichtlich der Wahl der Fliesen ist es empfehlenswert, diese so groß wie möglich zu wählen, damit das Wandbild größer und ruhiger erscheint. Nicht gefliest werden sollte nach Möglichkeit die Dachschräge, es sei denn, diese liegt im direkten Spritzwasserbereich. Moderne Dekorplatten bilden zu den Fliesen eine zeitgemäße Alternative und ermöglichen eine fugenlose Badgestaltung, die aktuell besonders im Trend liegt.

Die richtige Beleuchtung

Das richtige Licht spielt für ein gutes Raumgefühl und eine perfekte Sicht ebenfalls eine essentielle Rolle. Das Badezimmer wird in der Regel schließlich eher zu den dunklen Zeiten des Tages aufgesucht, weshalb es sinnvoll ist, so viel Tageslicht wie nur möglich über die Fenster in das Badezimmer zu lassen.

Im Bereich der künstlichen Beleuchtung sollten die Lichtquellen unbedingt mit Bedacht ausgewählt werden. Dabei stehen nicht nur die Aspekte des Designs im Fokus, sondern auch der Zweck der Badbeleuchtung.

Die Grundbeleuchtung sollte dafür sorgen, dass das Badezimmer im Ganzen erhellt wird, sodass ein sicheres Bewegen zu dunklen Tageszeiten möglich ist. Dafür sind vor allem Leuchten gut geeignet, deren Licht nach unten geworfen wird, wie Decken- oder Wandleuchten.

Spezielle Beleuchtungen müssen dann für einzelne Aufgaben ausgesucht werden, beispielsweise die Waschtisch-Beleuchtung oder die Beleuchtung der Dusche. Sobald alle nötigen Lampen im Badezimmer verteilt sind, können weitere dekorative Lichtakzente gesetzt werden, beispielsweise bei der Dachschräge.

Abb.: jeanvdmeulen/pixabay.com

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