Dunkles Aufsatzwaschbecken auf Waschtischplatte aus Holz

Aufsatzwaschbecken befestigen: So funktioniert die Montage

In luxuriösen Design-Badezimmern sind heutzutage immer häufiger Aufsatzwaschbecken zu finden. Dies ist kaum verwunderlich, da diese durch ihre individuelle Optik in hohem Maße zu einem eleganten und einladenden Ambiente im Bad beitragen. In der Regel sind die Waschbecken dabei auf einer Platte aus Holz platziert. Im Vorfeld der Montage kann so auf eine Unterkonstruktion, welche die nötige Stabilität aufweist, nicht verzichtet werden.

Maßanfertigungen verfügen in den meisten Fällen bereits über Durchgänge für die Armaturen und die Wasserzuflüsse. Sind diese jedoch noch nicht vorhanden, ist für die Montage auch entsprechendes Werkzeug dafür nötig, mit dem die Durchgänge individuell gesägt werden können. Geöltes Massivholz ist im Übrigen besonders gut geeignet, um als Platte für den Waschtisch zu dienen.

Diejenigen, die ihr Aufsatzwaschbecken in Eigenregie montieren möchten, finden im folgenden Artikel eine praktische Anleitung dazu.

Montage von Aufsatzwaschbecken – Schritt-für-Schritt Anleitung

Bohren der Löcher

Im ersten Schritt ist es nötig, auf der Waschtischplatte die jeweilige Trägerposition festzulegen. Der gewünschte Abstand zwischen den Trägern ist dabei einzuzeichnen. An der Wand wird dann die gewünschte Höhe des Waschtisches markiert, wobei jedoch auch die Träger- und Plattenmaße berücksichtigt werden müssen. Um das Anzeichnen an der Wand einfacher zu gestalten, ist es empfehlenswert, den Trägerabstand als hilfreiche Markierung direkt auf der Wasserwaage einzuzeichnen.

Auf der linken und der rechten Seite werden auch die Höhe der Halterungen, der Trägerabstand und der Mittelpunkt des Waschtisches markiert. Die Markierung ist dabei so vorzunehmen, dass vom Abflussrohr aus mithilfe der Wasserwaage mittig nach oben gegangen wird. Von diesem Mittelpunkt aus wird zu beiden Seiten der Abstand von 45 Zentimetern markiert. Diese Markierungen zeigen die ersten beiden Bohrlöcher an. Wurde gemessen, wie sich der Abstand der Schraubenlöcher der Träger gestaltet, werden diese nach unten – ausgehend von den Markierungen der ersten Bohrlöcher – übertragen.

Nun ist es an der Zeit, das Bohren der Löcher vorzunehmen. Idealerweise wird dazu eine Schlagbohrmaschine verwendet, die mit einem Steinbohrer ausgestattet ist. Falls das Bohren in Fugen oder Fliesen nötig wird, ist die Schlagbohrfunktion jedoch zu Beginn zu deaktivieren, da sonst das Risiko besteht, die Fugen und Fliesen zu beschädigen. Erst nach dem Durchbohren dieser Elemente kann die Funktion wieder aktiviert werden.

Nachdem das Bohren erfolgt ist, werden die Dübel eingesetzt und mithilfe eines Hammers leicht eingeklopft. Danach werden im Wandträger die entsprechenden Schrauben platziert und diese so an der Wand montiert. Auf die Träger ist im nächsten Schritt die Waschtischplatte zu setzen und zu überprüfen, ob eine ausreichende Höhe für das neue Waschbecken gewählt wurde. Dabei beträgt die gängige Normhöhe für Waschbecken 85 bis 95 Zentimeter. Idealerweise sollte sich die Höhe des Waschbeckens so gestalten, dass diese rund der Hälfte der Körpergröße des Nutzers entspricht.

Sägen der Waschtischplatte

Nun geht es daran, die Armatur und das Waschbecken auf dem Waschtisch in der gewünschten Position anzubringen. Um dies zu bewerkstelligen, muss der Umfang des Hahnes sowie der Ablauf auf dem Waschtisch markiert werden. Damit verhindert wird, dass der Boden während der Sägearbeiten beschädigt wird, wird die Platte auf zwei Holzstücken aufgebockt.

Unter Verwendung des passenden Aufsatzes wird dann das Loch für die Armatur sowie das etwas größere Loch für den Ablauf in die Platte gesägt. Auf der Rückseite sollte die Sägeposition dabei stets zu erkennen sein. Im Anschluss wird die Waschtischplatte dann umgedreht, um das restliche Stück von der gegenüberliegenden Seite aus zu sägen. Auf diese Weise wird vermieden, dass die Lochsäge austritt. So gestalten sich die jeweiligen Sägekanten besonders sauber.

Im nächsten Schritt wird die vorbereitete Waschtischplatte auf den Trägern angebracht. Empfehlenswert ist es, dabei ein weiteres Mal den Trägerabstand zu der jeweiligen Kante zu messen. Sollte alles korrekt passen, wird die Waschtischplatte von ihrer unteren Seite mit den Trägern fest verschraubt.

Ein guter Rat lautet in diesem Zusammenhang, die Schnittflächen von Holzwerkstoffplatten mit einer Versiegelung aus Silikon auszustatten. Idealerweise wird dabei auf spezielles Sanitärsilikon zurückgegriffen.

Einbau von Waschbecken und Armatur

Bevor die Armatur des Aufsatzwaschbeckens montiert wird, müssen die Flexschläuche eingeschraubt werden. Dabei sind die korrekten Positionen von Kalt- und Warmwasserlauf zu berücksichtigen – auf der linken Seite fließt in der Regel warmes Wasser, das kalte Wasser kommt von der rechten Seite.

Im Anschluss folgt das Aufziehen des Dichtrings, bevor die Armatur inklusive der Schläuche in die Trägerplatte eingesetzt wird. Sollten die Schläuche dabei nicht lang genug sein, um das Eckventil zu erreichen, muss ein entsprechender Verlängerungsschlauch genutzt werden. Dieser muss erst auf das Eckventil geschraubt und mithilfe eines Maulschlüssels fest angezogen werden. Danach folgt die Verbindung der Verlängerung mit dem ursprünglichen Armaturenschlauch, der dabei gleichzeitig mit einer Rohrzange fixiert wird.

Im nachfolgenden Arbeitsschritt wird das Waschbecken so zurechtgelegt, dass die Möglichkeit besteht, von innen den Ablauf einzusetzen. Von unten muss dabei die Dichtung mit der anderen Hand festgeschraubt werden. Im Anschluss wird um das Abflussloch eine Silikonnaht gezogen, um sicherzustellen, dass sich die Ränder vollkommen dicht gestalten. Sinnvoll ist es dabei, ebenfalls ein wenig Silikon um das Loch herum aufzutragen, um das Holz mit dem Waschbecken zu verbinden. Danach wird das Waschbecken entsprechend auf der Waschtischplatte platziert.

Anschluss des Wassers

Der letzte Arbeitsschritt bei der Montage eines Aufsatzwaschbeckens besteht in der Anpassung des Wandanschlussrohres. Dazu muss gemessen werden, wie groß sich der Abstand zwischen dem Ablauf des Waschbeckens und der Wand gestaltet. Zu dieser Distanz werden vier Zentimeter hinzugerechnet, da diese der Tiefe des Rohres an der Wand entsprechen. An der entsprechenden Stelle wird das Rohr dann mithilfe eines Rohrabschneiders zugeschnitten.

Wurden diese Arbeitsschritte erfolgreich bewältigt, kann sich an dem neuen Aufsatzwaschbecken jeden Tag im Rahmen einer überaus komfortablen und luxuriösen Badezimmergestaltung erfreut werden.

Abb.: spa-ambiente.de